Sommersemester 2007 (U. Schöning, S. Gog, T. Eibach)
Ankündigung im Hochschulportal: Link
Das Kryptographie Praktikum besteht zur Hälfte aus Theorieteilen (selbständige Einarbeitung in ein Thema und damit verbundene Literaturrecherche) und zur Häfte aus Praxisteilen (Implementierung und numerische Experimente). Damit sollen die Teilnehmer die Möglichkeit erhalten, einen Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten in der Theoretischen Informatik (insbesondere hier im Bereich Kryptographie) zu erhalten. Weiter besteht die Möglicheit eigene Interessensschwerpunkte zu vertiefen. Und aus dem Praktikum dann eventuell ein Diplomarbeitsthema zu gewinnen. Nützliche Voraussetzung ist eine Kryptographie Vorlesung, sowie Grundlagen in Mathematik und grundlegende Programmierkenntnisse.
Dauer insgesammt: 12 Wochen. Ablauf:
Die Themen stammen aus ausgewählten kryptographischen Bereichen wie:
Anmeldung bitte per Email an: tobias (Punkt) eibach (at) uni-ulm (Punkt) de
Scheinvergabe: bei aktiver Teilnahme
Vorbesprechnung 13.4.2007, 14:15 Uhr, Raum 545
Stand: 11.4.2007
Update vom 13.4.2007
Es ist noch bis Freitag 20.4.2007 möglich an dem Praktikum
teilzunehmen. Dazu bitte eine Email schicken. Als erstes Thema wird
Steganographie besprochen. Wobei in der ersten Woche rel. wenig Stoff
erarbeitet werden soll, daher ist noch bis Freitag eine Anmeldung ohne
Probleme möglich. Das nächste Treffen ist am Freitag
den (20.4.) um 12:15 Uhr in 532.
Update vom 25.4.2007
Hier noch mal eine kurze Zusammenstellung der bislang verteilen
Informationen:
Die Einführung in das Thema Steganographie erfolgt durch Bearbeiten von PraktikumStego.pdf (Quelle: http://www.inf.tu-dresden.de/index.php?node_id=1033&ln=de).
In der zweiten Woche soll ein besserer Überblick gewonnen werden mit dem Paper jsac98-limsteg.pdf und Ergänzungen von ieee99-infohiding.pdf. Weitere Informationen findet man unter anderem bei eprint.iacr.org (einem Kryptographie Paper Archiv), bei citeseer.ist.psu.edu (einer Suchmaschine für wissenschaftliche Veröffentlichungen) oder natürlich auch bei Suchmaschinen oder Wikipedia.
Das aktuelle Ziel besteht darin, während dem Praktikum ein Stega-Tool zu entwickeln und zu analysieren. Dazu muss ein Dateiformat und ein Angriffs-Szenario festgelegt werden. Unter http://www.jjtc.com/mwiki/index.php?title=Main_Page findet man eine ziemlich lange Liste mit Stega-Tools, die zuerst bewertet werden sollen, dann sollen potenzielle Dateiformate genauer untersucht werden (u.a. hinsichtlich Redundanz). Bild-, Video- und Audio-Formate sind schon ziemlich ausgiebig untersucht worden (Agriffe auf Bild-Steganographie findet man zum Bsp. hier: ihw99.pdf), deswegen sollen eher bislang weniger beachtete Formate untersucht werden.
Update vom 7.5.2007
Folgende Formate wurden bzgl. des Einsatzes in der Steganographie
untersucht:
| Format | bearbeitet von | Präsentation |
| JPEG | Marion Bendig, Manuel Finckh, Sergej Schwarz | X |
| MPEG | Enrico Pilz | X |
| PostScript | Benjamin Weggenmann | X |
| HTML+CSS | Thomas Schnattinger, Stefan Langenmaier | |
| BMP |
Update vom 16.5.2007
Es soll nochmals nach möglichen Dateiformaten für
Steganographie gesucht werden. Dateiformaten, die genug Redundanz
bieten um Informationen zu verstecken. Hilfreich sind evtl. auch die
folgenden beiden URLs: http://www.burks.de/krypto.html#Steganografie
und http://de.wikipedia.org/wiki/Steganographie.
Update vom 18.5.2007
Noch ein Hinweis zum thema "Informationsbeschaffung". Häufig
bieten Conference Proceedings einen guten Überblick
über aktuelle Forschung zu einem Thema. Confernce Proceedings
findet man hauptsächlich bei www.springer.com
indem man dort nach dem entsprechenden Thema sucht. Zum Thema
Steganographie findet man zum Bsp.:
Oder auch hier die akzeptierten Papers zur IH2006 Konferenz: http://ih2006.jjtc.com/papers.html
Update vom 21.5.2007
Mal ein (vorläufiges?) Fazit zum Thema Steganographie - eine
Zusammenfassung der letzten Besprechung: Es wurden noch mal
unterschiedliche Dateiformate hinsichtlich Redundanz und
weißem Rauschen untersucht. Aber keine wirklich viel
versprechenden gefunden. Nochmal die besprochenen Formate:
Also, das absolute perfekte Steganographie-Verfahren wird dabei wohl nicht rauskommen. Grundsätzlich ist das Interesse an dem Thema sehr hoch, was man einfach bei Internet Rechere feststellen kann. Es gibt sehr viele Webseiten und Prpogramme zu dem Thema, nur die meisten sind veraltet und gebrochen. Kürzlich gewann ein 16 jähriger Schüler bei Jugend Forscht mit einem Steganographie Programm (http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6784618,00.html) über das es aber bislang keine Informationen gibt ...
Die bislang ausgearbeiten Ansätze sind bestimmt nicht völlig wertlos und eignen sich zum Bsp. für Bachelor oder Master Arbeiten zu einem sehr beliebtem Thema :-)
Update vom 21.5.2007
Es soll nun ein neues Thema bearbeitet werden, nämlich
Angriffe auf Strom-Chiffren mit Hilfe von SAT Solvern. Dazu gilt es
zuerst wieder selbstständig die Grundlagen zu erarbeiten.
Ausgangspunkt ist das im eSTREAM
Projekt veröffentliche Paper Attacking
Bivium with MiniSat und der Vortrag von T. Johansson zum
Thema Feedback
Shift Register Based Stream Ciphers. Es gibt noch
weiterführende Folien im Vortrag Stream
Ciphers: Cryptanalytic Techniques. In der nächsten
Besprechung sollen dann diese Grundlagen gemeinsam diskutiert werden
und die Aufgaben/Literatur über die Reading Week aufgeteilt
werden.
Update vom 24.5.2007
Die 3 wichtigstens referenzierten Paper:
Update vom 18.6.2007
Unter http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=982398042 gibt es eine interessante Doktor-Arbeit zu Algebraischen Angriffen auf Strom Chiffren.
Update vom 28.6.2007
Noch ein paar weiterführende Informationen/Links: